Fragen an einen Expeditionsmobil-Produzenten – Q&A mit Patrick von LQ4

Fragen an einen Expeditionsmobil-Produzenten – Q&A mit Patrick von LQ4

Wir bauen euer Traum-Expeditionsmobil. Aber vor jedem Traum kommen auch viele Fragen. Hier werden wir einige Fragen aus einem umfangreichen Fragenkatalog beantworten, die täglich bei uns eintreffen

Was erstmal schwierig zu verstehen ist, ist die Bandbreite, die LQ4 anbietet. Was macht LQ4 alles möglich?

Da wir extrem viel in Haus fertigen bekommst du bei uns so gut wie alles, was mit Metall zutun hat. Alles was physikalisch möglich ist, versuchen wir umzusetzen. Fast alles wird an die Anforderungen der Kunden individuell angepasst. 

Ein schönes Beispiel dafür ist unser Zwischenrahmen. Alle Anbauten können individuell an den Zwischenrahmen angebracht werden. Das wird durch unser Bohrbild möglich gemacht. Die Bohrungen sind so angelegt, dass an so gut wie jeder Stelle ein Anbau befestigt werden kann. Die  individuelle Fertigung in unserem Haus ermöglicht, den Zwischenrahmen genau auf die Fahrzeuge der Kunden anzupassen. 

Eine weiteres individuell gefertigtes Produkt im   ist die Wohnkabine für Expeditionsmobile. Diese kann genauso produziert werden, wie der Kunde sie haben möchte. Individuelle Wünsche können beispielsweise sein, ob wir einen Alkoven fertigen, ob ein Tiefeinstieg realisierbar ist oder ob zusätzlicher Stauraum geschaffen werden kann. Das ist glücklicherweise überhaupt kein Problem, weil wir es alles Inhouse machen. 

Es muss aber jedem auch immer klar sein, wenn wir das Standardprodukt verlassen, gehen wir in den Bereich individueller Konstruktion.Das kostet nicht nur Zeit, sondern im Endeffekt auch Geld. Also, wenn wir ein Angebot für eine normale Lehrkabine machen, die ca. 20.000 € kostet, und es soll dann etwas speziell angepasst werden, so dass Maschinen umgerüstet neue Konstruktionspläne erstellt werden müssen, kann können die Kosten schnell auch mal um 5.000 € steigen.

Je präziser die Vorstellungen sind, umso einfacher, schneller und günstiger können wir die Umsetzung realisieren.  Wir bekommen viele Ideen präsentiert. Dann stellen wir Fragen und oftmals kommt zum Tragen, dass die Idee mal kurz im Kopf angedacht wurde, aber nie tatsächlich zu Ende gebracht worden ist. Dann beginnt ein Prozess an, in dem wir gern mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber dann wird es auch teurer

Wenn wir eine relativ unkonkrete Anfrage erhalten, senden wir dem Kunden immer erstmal einen Fragebogen. Das macht es für beide Seiten einfacher. Die Gedanken werden geordnet und das Ziel wird konkretisiert. Ab dann können wir einen konkreten Plan entwickeln. Die Anfrage: „Ich möchte ein Expeditionsmobil.“, genügt dafür nicht. Der Wunsch ist grundsätzlich toll, aber  ein bisschen mehr Info bräuchten wir dann schon.

Neben den Anschaffungskosten darf man bei einem Expeditionsmobil die Unterhaltskosten nicht unterschätzen. Kannst du uns mal aus deiner Erfahrung eine groben Überblick geben?

Bei den Unterhaltskosten würde zuerst mal zwischen fixen und variablen Kosten unterscheiden. Wenn man beispielsweise auf einer Reisen ist, entstehen vor allem variable Kosten, z. B. Verpflegung, eventuelle Stellplatzgebühren, weitere Transportkosten wie Fähren, Maut etc. und vor Kosten für Diesel. Diese Kosten sind natürlich auch stark davon abhängig, in welcher Region dieser Erde man das Abenteuer sucht.

Die Fixkosten sind, wie der Name es schon sagt, eher konstant. Als erste fallen mir da die Kosten für Steuern und Versicherung ein. Hinzu kommen Kosten für TÜV & Wartung. Eine jährliche Inspektion ist schon sehr zu empfehlen. Je nach Wohnsituation kommen auch Kosten für einen Stellplatz hinzu. Selbst, wenn man genügend Platz auf dem eigene Grundstück hat, kann es sein, dass man das Expeditionsmobil im Winter gern in einer Halle unterstellt.

Die Kosten für die Steuern sind stark abhängig von Art und Größe des Basisfahrzeugs. Man muss ungefähr mit 300 € bis 600 € pro Jahr rechnen. Das sind schon mal 50 € in jedem Monat. Jetzt könnten man einwenden, sich ein Expeditionsmobil für 500.000 € kauft, sollte auch das Geld für die Steuern haben. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass vor allem zu LQ4 eher Menschen kommen, die nicht Millionär sind, sondern eine Leben lang dafür gespart haben, um sich den Traum vom eigenen Expeditionsmobil zu erfüllen. 

Uns ist wichtig, von Anfang darauf hinzuweisen, dass es mit den Investitionskosten bei so einem Fahrzeug allein nicht getan ist. Man sollte von Anfang an auch die Folgekosten im Auge haben. Dann gibt es keine bösen Überraschungen bzw. Enttäuschungen.

Als nächste Fixkosten schlägt die Versicherung zu Buche. Es kommt auch hier auf den Hersteller und den Zulassungsbezirk an, aber Kosten von 1.000 € bis 2.500 € sind eher die Regel. Bei 2.500 € sind die nächsten 200 € im Monat weg. Hinzu kommen die Kosten für Inspektion und TÜV von ca. 1.200 € dazu. Eine jährliche Inspektion sollte unbedingt deichgeführt werden, vor allem alle Anbauteile und auch Dichtungen zu überprüfen. Das erhöht auf jeden Fall die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Expeditionsmobils

Bei diesen anfallenden Kosten wurde noch kein Meter zurückgelegt. Und dennoch sind wir schon mal bei 300 – 400 € pro Monat. Hinzu kommen jetzt noch Verschleißkosten für Reifen, Bremsen und andere Teile. Ein Reifensatz für ein Allradfahrzeug kann schnell mal 4.000 € kosten. Der hält dann auch eine ganze Weile, aber irgendwann müssen die Reifen getauscht werden. 

Also wie schon gesagt – neben den Kosten, die bei der Nutzung des Mobils entstehen, kommen monatlich schnell einige hundert Euro zusammen. Egal ob das Fahrzeug bewegt wird oder nicht. Und beim Reisen muss man auch einkalkulieren, dass der Verbrauch eines 4×4-LKW um einiges höher liegt, als bei anderen Fahrzeugen. Da sind 20 Liter und mehr auf 100 Kilometer keine Seltenheit. Und auf einer Expedition werden auch eher längere Strecken, also mehrere tausend Kilometer, zurück gelegt.

Abschließend kann man sagen, dass der Kauf eines Expeditionsmobils im Vorfeld genauestens durchdacht sein muss, damit aus einem Traum kein Albtraum wird.

Es gibt viele verschiedene Arten zu reisen und andere Länder kenne zu lernen. In einem Expeditionsmobil begibt man sich dann auch eher auf eine Abenteuerreise bzw. Expedition. Wo beginnt für dich so eine Expedition und was diese aus?

Ein Abenteuertrip beginnt für mich immer dort, wo andere aufhören zu fahren. Selbst in Schottland hatten wir Wege, wo du nicht mit der Weißware hinfahren darfst. Da stehen sogar Schilder mit solchen Hinweisen. Und dann wißt du, dass du dort unbedingt weiterfahren musst, weil es ab hier erst richtig schön werden wird. Auf Island war es ähnlich. Auch dort sind viele Straßen für Fahrzeuge ohne Allradantrieb gesperrt. Auf diesen Strecken dezimiert sich der Fahrzeugverkehr automatisch. Und dann kommen noch die Abschnitte, die auch mit einem 4×4-PKW nicht mehr befahrbar sind. Dort wird es richtig einsam.

Auf Neuseeland war ich vor vielen Jahren, allerdings noch nicht mit dem Expeditionsmobil, aber auch da war es so, dass es Straßen mit Hinweisschilder gab, dass ab hier der Versicherungsschutz erlischt. Aber genau diese Ecken sind dann die extrem geilen, weil da stehen sie eben nicht alle. Und deshalb würde ich mich immer wieder für ein Expeditionsmobil entscheiden. Um an die Stellen zu kommen, wo die meisten nicht hinkommen, um mich hinzustellen wo es am schönsten ist und um letztlich Dinge zu sehen und zu erleben, die vielen verborgen bleiben.Also das macht für mich letztlich eine Expedition bzw. Abenteuerreise aus.

Es ist ja bekannt, dass LQ4 einen völlig neuartigen Weg beim Bau eines Expeditionsmobils geht. Das Modulkonzept ist einzigartig auf dem Mark für Allrad-Wohnmobile Wie reagiert der Markt bzw. auch der Wettbewerb auf diese exklusive Philosophie?

Wir werden teilweise immer noch nicht ganz ernst genommen. Das muss ich tatsächlich in dieser Deutlichkeit sagen. Es gibt nach wie vor, gerade beim Wettbewerb, noch viele, die uns nach wie vor ein bisschen belächeln. Aber wenn man sich auch mal in den Foren umschaut, gibt es immer mehr positive Resonanz auf unseren Ansatz. 

Gerade der Einsatz von Wohnwagenmodulen wird immer wieder argwöhnisch betrachtet. Das Vorurteil, dass die Stabilität der Wohnkabine somit nicht gegeben ist, können wir mit unseren praktischen Erfahrungen ganz klar entkräften. Einige Fahrzeuge haben bereits mehrere tausend Kilometer auf derStraße und im Gelände absolviert. Bisher ist in jeder Wohnkabine alles noch an seinem Platz. Wäre das nicht so hätte es sicherlich schon mehrfach Probleme mit dem TÜV gegeben. Gerade habe ich mit einem Kunden telefoniert und der vor allem die Verbindung von Zwischenrahmen und Kabine stabil haben möchte. Der wiederum hatte neulich gelesen, dass bei einem Wettbewerber die Kabine eine Knacks bekommen hat, bei einem anderen Wettbewerber war hinten der Heckträger runtergefallen. Und wir reden hier von großen Player und nicht von irgend welchen Selbstausbauern. Die kochen also alle nur mit Wasser. Ja, und auch wir kochen nur mit Wasser. Alle die behaupten, das unser Modulkonzept ächzt funktioniert, hat es nur noch nicht probiert oder hatte nicht den Mut dazu. Wir haben es gewagt und probiert. Bisher wurden wir nicht enttäuscht. Sicher, wir haben noch keine Eskimorolle mit einem unserer Expeditionsmobile gemacht. Aber ich bin mir sicher, dass danach der Schrank in der Wohnkabine immer noch an der Stelle ist, wo er hingehört. Das muss natürlich erstmal in die Köpfe der Interessierten und diese müssen sicherlich erstmal eine Hemmschwelle überschreiten, aber letztlich bin ich davon überzeugt, dass sich unser Konzept etablieren wird.

Dann werden viele große Augen bekommen, weil wir eben auch Top-Qualität zu einem ganz anderen Preis liefern.

Bekanntermaßen besteht das Leben aus Kompromissen. Welche Kompromisse gehen andere Hersteller ein und ihr bewusst nicht bzw. zu welchen Kompromissen müssen eure Kunden bei LQ4 bereit sein?

Wenn jetzt jemand sagt, ich hätte gern das Bett einige Zentimeter weiter links, dann müssen wir ihm leider mitteilen, dass er da bei uns falsch ist. Das ist mit unserem Modulkonzept nicht möglich und auch nicht gewollt. Wir verbauen feste Wohnkabinenmodule, um auch die Kosten stabil und niedrig zu halten. Wir greifen auf viele verschiedene Wohnkabinenlayouts von unterschiedlichen Wohnwagenherstellern zurück. Das sind u.a.Fendt, Kabe, Polar.Neulich gab es auch eine Anfrage, ob wir auch einen Wohnwagen von Tabbert verbauen können. Was ich damit sagen möchte. Es gibt einige riesige Auswahl an Modulen, für unterschiedliche Geldbeutel und eigentlich für jede erdenkliche Variante, was die Raumaufteilung und Ausstattung betrifft.

Wer dennoch nichts findet hat extrem spezielle Vorstellungen. Dafür gibt es dann die Individualbauer. Das ist LQW4 nicht. Wir bauen kein Interieur, weil das nicht unsere Kompetenz ist. Unser Kerngeschäft ist alles aus Metall. Da können wir so gut wie alles realisieren.

Um Geld zu sparen und vielleicht auch, weil man Spaß daran hat, möchten viele Menschen Reparaturen selbst durchführen. Besonders wenn man allein im Outback unterwegs ist, macht es wahrscheinlich auch Sinn bestimmte Reparaturen selbst durchführen zu können. Wo siehst du die Grenzen bei Reparaturen?

Natürlich, wenn ich allein in der Einöde unterwegs bin, macht es Sinn bestimmte Reparaturen selbst durchführen zu können. Aber mal sollte seine persönlichen Grenzen sehr gut einschätzen können. Für bestimmte Reparaturen wird man auch nicht die entsprechenden Ersatzteile und das notwendige Werkzeug mit an Bord haben.

Bei den neueren Fahrzeugen, wenn nicht gerade Mechaniker in einer LKW-Werkstatt bist,  würde ich vom Motor die Finger lassen. Alles was elektrisch oder elektronisch ist, macht man eher noch kaputt, aber nicht besser. Also, wenn da irgendwas abgeraucht ist und es kommt eine Fehlermeldung, vielleicht mal schnell googlen, aber dann am besten gleich Kontakt zum LKW-Hersteller aufnehmen. Die großen Hersteller sind eigentlich weltweit aufgestellt.

Bei der Wohnkabine ist es auch von großem Vorteil, dass das Interieur von namhaften Wohnwagenherstellern einbauen. Die von denen benutzten Komponenten wie Truma oder Dometic sind ebenfalls weltweit verfügbar. Somit gibt es auch eine weltweit verfügbare Ersatzteillieferung. Das ist natürlich von großem Vorteil, da die Produkte keine Nischenlösung sind.

Sollten Problem mit der von LQ4 gefertigten Kabinenhülle geben, wird man auch in jedem Nest einen Schlosser finden, der auch mit einem Schweißbrenner umgehen kann. Das sind vielleicht nicht immer unbedingt deutsche Standards, aber er kann auf jeden Fall mit Schweißgerät umgehen.Und wenn er dabei eine Sonnenbrille und Badeschlappen trägt, sollten das als regionale Standards betrachten. 

Ihr habt ja nun auch schon einige Expeditionen mit unterschiedlichen Fahrzeugen aus eure Produktion unternommen. Hinzu kommen viele Testfahrten, auch im Gelände und auf Teststrecken mit extremeren Herausforderungen. Was sind die Schwachstellen, die euch dabei immer wieder bzw. am stärksten aufgefallen sind? Und was sind die Schwachstellen, die eigentlich für jedes Expeditionsmobil typisch sind?

Ein eExpeditionsmobil ist ein sehr komplexes Fahrzeuge. Du hast zum einen die Elektrik, du hast die Wasserversorgung, du hast den Möbelbau. Gerade der Möbelbau ist oft ein Schwachpunkt. Klappen fallen schon mal ab durch die ständigen und anhaltenden Vibrationen. Auf vielen Pisten hat man die Frequenz mit den ständigen Vibrationen.Da kann es  zu Materialermüdungen kommen. Egal wie stabil man es baut, eine Ermüdung tritt dennoch irgendwann ein. Daher werden bei LQ4 alle Möbelböden zusätzlich mit einem Alublech verkleidet und verstärkt. Zusätzlich verkleben wir alle Scharniere, um diesen mehr Stabilität zu verleihen. In unseren Fahrzeugen mussten wir auch nach mehren tausend Kilometern noch nichts nacharbeiten.

Einen weiteren Schwachpunkt bilden alle Verbindungsstellen in de Wohnkabine. Kabel und Schläuche werden gerade bei Geländefahrten extrem belastet. Auch hier führen die ständigen Vibrationen zur Materialermüdung und im schlimmsten Fall zu Brüchen bei Kabeln und Schläuchen. Wo es geht, z. B. bei der Fußbodenheizung, verlegen wir Schläuche ohne Verbindungen, also an einem Stück. Gerade die Verbindungsstellen sind Schwachpunkte. 

Und wenn es Verbindungsstellen nicht zu vermeiden sind, verlegen wir diese so, dass sie möglichst außerhalb liegen und somit gut zugänglich sind.

Wer sich den Traum von einem Expeditionsmobil erfüllen möchte, hat meistens sehr lange darüber nachgedacht oder auf daraufhin gearbeitet. Dann möchte er eigentlich ungern hören, dass sein Fahrzeug in 24 oder 36 Monaten geliefert werden kann. Lieferzeiten von einem bis drei Jahren sind bei den meisten Individualausbauern keine Seltenheit. Welche Lieferzeiten gibt es bei LQ4?

Bei einem kompletten Expeditionsmobil ist der Knackpunkt meistens der LKW, also das gewünschte Fahrgestell. Je nach Ausstattung und auch Hersteller können die Lieferzeiten variieren. Das sind in der Regel zwischen zwei bis sechs Monaten. Aber während wir auf das Fahrgestell warten, nutzen wir die Zeit bereits, um die Wohnkabine zu bauen. Also wir machen uns an den ausgewählten Wohnwagen ran. Verkleiden die Kabine mit Alu-Blech, verstärken das Interieur, bauen größere Wassertanks und eventuell eine andere Heizung bzw. andere technische Komponente ein. Nach Lieferung des Fahrgestells müssen wird dann weitere zwei Monate für die Fertigstellung rechnen. Somit ergibt sich in der Regel eine Bauzeit von vier bis acht Monaten. Dann steht das Expeditionsmobil zur Auslieferung bereit.

Bei der Lieferung von einzelnen Komponenten sind die Lieferzeiten unterschiedlich. Beim Zwischenrahmen haben wir eine Lieferzeit nach Freigabe durch den Kunden von vier bis sechs Wochen. Darin sind Konstruktion nach individueller Kundenvorgabe sowie Fertigung incl. Verzinkung enthalten.

Eine Aluminiumkabine braucht etwas länger. Jeder Kunde hat die Möglichkeit seine Wohnkabine individuell zu gestalten. Er kann beispielsweise Anzahl und Platzierung der Fenster wählen. Aber auch die Anzahl der Klappen für Stauräume u.ä. können frei gewählt werden. Dann erhält der Kunde eine Zeichnung seiner Kabine aus unserer hauseigenen Konstruktionsabteilung zur Freigabe. Ab dann muss mit einer Lieferzeit von 10 Wochen gerechnet werden.

Oftmals wird bei LQ4 ein Zwischenrahmen mit der Wohnkabine zusammen bestellt. Dann können wir die Komponenten optimal aufeinander abstimmen. Die Lieferzeit war dadurch aber nicht automatisch doppelt so lange. Denn der Zwischenrahmen läuft durch unsere Stahlabteilung und die Wohnkabine durch die Alu-Abteilung. Somit laufen die beiden Produktionsprozesse parallel ab. Die Hochzeit, also die Vereinigung von Zwischenrahmen und Wohnkabine, dauert dann zwei Tage.

Mit einem Expeditionsmobil ändern sich dann natürlich auch die Reisegewohnheiten. Was ist deiner Erfahrung nach anders beim Reisen mit einem Expeditionsmobil als beinnormalen Camping?

Ich kann mich nicht gut an die Campingurlaube mit meinen Eltern erinnern. Entweder mit Zelt oder einem kleinen VW Bully. Das hat auch irgendwie funktioniert. Sogar mit vier Personen im Zelt oder Bus. Heute fast unvorstellbar. Ein Expeditionsmobil liefert natürlich andere Dimensionen an Platz und Komfort. Das ist natürlich ein ganz anderer Luxus, eine ganz andere Autarkie und Freiheit deines Reisens. Die Strecken und der Aktionsradius werden automatisch größer. Jeder hat auch bis zu einem gewissen Grad etwas Freiraum in der Wohnkabine. Das funktioniert sogar mit meinen beiden Kids.

Als Pauschaltourist ist der Aktionsradius nun mal begrenzt. Du bist an einem Ort mehr oder weniger gebunden und erlebst und der Regel das, was alle anderen auch erleben. Mit einem Expeditionsmobil kannst du einfach einsteigen, losfahren und schauen, was so passiert. Da muss auch nicht unbedingt immer alles bis ins kleinste Detail vorgeplant sein. Gerade die Möglichkeit des autarken Reisens erhöht die Freiheit ungemein.

Aber natürlich kann ich mir auch noch einen Hotelurlaub vorstellen. Das besitz nach wie vor seinen Reiz. Man muss sich eigentlich über nichts eine Kopf machen, setzt sich einfach hin und lässt die anderen machen. Man muss nur überlegen, was man zum Abendessen anziehen wird. Beim Reisen mit einem Expeditionsmobil läuft das ganz anders. Man ist eigentlich für alles selbst verantwortlich. Muss alles selbst organisieren und vieles läuft eben nicht nach Plan. Aber genau das ist es auch, was dieser Art zu reisen so interessant macht. Die Erlebnisse sind nicht Standard, die berichten Orte in der Regel auch nicht. Wenn man beide Arten von Reisen unternehmen kann, schadet es natürlich nicht. Denn wie im richtigen Leben ist eine ausgewogene Mischung auch beim Reisen nicht die schlechteste Lösung.

Be the adventure.

 

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Fragen an einen Expeditionsmobil-Produzenten – Q&A mit Patrick von LQ4

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Welche Heizungen gibt es für ein Expeditionsmobil?

Welche Heizungen gibt es für ein Expeditionsmobil?

Gute Heizungen im Expeditionsmobil müssen vor allem eines: unabhängig funktionieren, wenn sie gebraucht werden. Klar klingt das einfach, im Alltag ist das aber nicht immer selbstverständlich. Egal ob Eisnächte oder Wüstenstaub – die Heizung darf niemals schlappmachen. Die notwendige Leistungsfähigkeit hängt immer davon ab, wie groß das Fahrzeug ist, wie stark die Wohnkabine gedämmt ist und in welche Regionen die Reisen geplant werden. Wer autark unterwegs sein möchte, benötigt mehr als nur „warm”. Es geht um Komfort, Effizienz und Verlässlichkeit.

Welche Toilette für ein Expeditionsmobil?

Welche Toilette für ein Expeditionsmobil?

Es gibt viele Toiletten-Systeme für Expeditionsmobile. Jedes mit Vor- und Nachteilen. Oftmals sind der Platzbedarf, der Komfort und die Umweltfreundlichkeit die entscheidenden Faktoren. Insbesondere in einem Expeditionsfahrzeug auf längeren Touren spielt Autarkie, Zuverlässigkeit und Entsorgung eine große Rolle. Hier gibt es einen Überblick über die gängigsten Toiletten-Typen.